Sonntag, 13. November 2005

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SAP führt PR-Diktatur ein
Es gab mal Zeiten, da glaubten PR-Abteilungen von Unternehmen, Götter zu sein. Der Umgang mit den Medien war ihr Job, niemand wagte es, dies anzuzweifeln.

Als das Internet diese Einstellung auf dem Müllhaufen der Informationsgesellschaft kippte, besuchten sie abteilungsweise Krisen-PR-Kurse und plagen sich bis heute mit Selbstzweifeln und der Suche nach einem beamtenähnlichen Beschäftigungsverhältnis.

Sie müssen alle bei SAP gelandet sein und nutzen die Marktmacht der Walldorfer nun zu einem Schmierstück der besonderen Art. Fiese Rache für erlittene Schmach.

"PR-Regeln für Partner" nennen sie es und wollen so in Zukunft alle Pressemitteilungen mit SAP-Bezug einem mehrstufigen Genehmigungsprozess unterwerfen. Man behält sich das Recht für Korrekturen und redaktionelle Änderungen vor und braucht dafür im Durchschnitt fünf Tage.

Was bin ich froh, kein SAP-Partner zu sein.

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Hat BND Chef Hanning gelogen?
Letzte Woche kam Hanning nicht umhin, zuzugeben, dass "möglicherweise" Journalisten in den Blickpunkt der BND Überwachung geraten seien, die übrigens weit länger üblich war, als Hanning vorgibt zu wissen. Weitere Fragen könne er aber nicht beantworten, da er erst vor wenigen Tagen darüber informiert worden sei.

Doch seine weisse Weste bekommt jetzt eklige Flecken, denn als Überwachungsopfer Erich Schmidt-Eenboom Aufklärung über die Aktion verlangte, holten sich die Beamten die Erlaubnis von ihrem Chef, dies zuzugeben. Und das ist vier Monate her.

Mein Memo an den BND:
Schickt ihn nach Hause, soll er ein Buch schreiben, Talkshows besuchen oder meinetwegen seine lästigen Nachbarn bespitzeln. Tragbar ist der Mann nicht mehr.

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