Mittwoch, 7. Dezember 2005

boo

Mein Déjà vu mit Combots
Erinnert sich noch jemand? Vor Jahren versuchten sich die Jungs von web.de in Sachen Sensations-PR. Von einer Wundersoftware war die Rede, für die man schon "Milliarden" Patente angemeldet hätte und die alles in den Schattens stellen würde, was es jemals auf dieser Welt gab.

Rausgekommen ist damals ein Matsch aus Telefonsoftware und wasweissichnoch.

Die versuchen das schon wieder. Die spinnen.
Web.de ist verscherbelt worden und man hat nun mit Combots einen neuen Namen und nix weiter in der Hand als das Wunder von Karlsruhe mit einem "zwei Jahre Technologievorsprung, den man fühlen kann". Auf welcher Wolke sitzen die denn?

200 Millionen haben sie für Web.de bekommen. Knapp 10 Millionen Verlust in den ersten drei Quartalen bei einem Umsatz von 0,5 Millionen. Das dauert noch eine Zeit, eh sie die Realität einholt, doch ich mach mir schonmal ein wenig Sorgen um den Gesundheitszustand von Combots. So vorsichtshalber. Das muss ein Fehler in der Matrix sein, keine Frage.

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boo

Bundeswehr will Blackberry nicht
Eine Studie mit Folgen. T-Online guckt in die Röhre, schließlich hatte man vor, unter anderem alle Generäle der Bundeswehr mit den Geräten auszustatten.

Für mich völlig unverständlich. Die können mit den Dingern doch eh nicht umgehen.

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insider

Geht Tan Siekmann mit babylon wieder baden?
Tan Siekmann, neuerlich Held eines Doku-Kinofilms, hatte bekanntlich vor einiger Zeit mit Biodata Schiffbruch erlitten. Nun, Geschichte wird sich wohl wiederholen.
Er hat vor kurzem die Firma safe-com ins leben gerufen und wollte eigentlich noch dieses Jahr mit babylon mobile, einem Verschlüsselungssystem der Telekommunikation, auf den Markt. Unternehmen wie Siemens oder Ericsson zeigen kein großes Interesse. Die Zeit drängt, das wird wohl wieder ein Reinfall.
Mit Biodata hat er übrigens ein ähnliches Produkt angeboten, was ihn zu der irrigen Meinung veranlaßte, er wäre Weltmarktführer, auf welchem Gebiet auch immer.

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insider

Die AgfaPhoto Insolvenz und ihre Folgen
aus meiner Post:

"In Deutschland hat sich Gevaert mit einem Kredit für die Gründung der BQG ein Jahr Ruhe gekauft. In anderen Ländern wurden die Mitarbeiter der AgfaPhoto vom Insolvenzverwalter direkt auf die Strasse gejagt, hier in Spanien sind wir zwar noch angestellt, aber nun im dritten Monat ohne Gehalt. Unsere Situation stellen wir auf http://www.agfafraude.com dar. Das meiste gibt's leider nur auf spanisch, wir freuen uns aber natürlich über jeden Besucher."

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final

Allegra stirbt schon wieder
Von 1995 bis 2004 beglückte uns das Haus Springer mit einer Frauenzeitschrift. Jens Eichler ist ein Springergewächs und konnte wohl den Untergang von Allegra nicht mit ansehen. Flugs einen eigenen Verlag gegründet und die Zeitschrift im Frühjahr 2005 mit einer Auflage von 250.000 wieder an den Start gebracht.

Der "Blattmacher" mutiert nun zum Plattmacher und legt die letzte Ausgabe, mit den Resten seines Verlages auf die Treppen des Amtsgerichts Hamburg. (Aktenzeichen: 67a IN 553/05)

franziska hats geahnt oder ist sie gar schuld? ;-)

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final

Friede, Freude, Eierkuchen - Insolvenz
Planetcom, der Veranstalter der Love Parade in Berlin ist friedlich, ohne "Ummta, Ummta, Ummta", eingeschlafen.

Nehmt euch die Zeit, all den hörgeschädigten Verrückten, ein kräftiges PEACE in die kaputten Ohren zu brüllen.

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boo

Prosoz: Die T-Systems Königsmörder
Da kaut T-Systems seit ewigen Zeiten an der Software fürs Arbeitslosengeld II (ALGII). Der Ärger über das Ergebnis ist bei der Bundesanstalt für Arbeits grenzenlos. Der Partner Prosoz schlittert fast in die Insolvenz, weil die BA nicht zahlt. T-Systems hilft dem Partner raus aus dem Projekt und erleidet eine Schmach nach der anderen.

Derweil bastelt Prosoz weiter an einer eigenen Software, setzt sie inzwischen in 43 Kommunen ein. Es ist die nackte Panik vor dem nächsten Update, die die BA auf eine Alternative hoffen lässt. Und das Gerücht hält sich hartnäckig in den Fluren der Bundesanstalt für Arbeit: Prosoz soll es richten.

Da sag mal noch einer, das Softwaregeschäft wäre langweilig.

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boo

Reclam Leipzig wird Geschichte
Wieder wird wirft ein Unternehmen seine Geschichte weg. Reclam schließt seine Leipziger Außenstelle im Frühjahr 2006. Die Details hat Buchmarkt.
177 Jahre nach der Gründung in Leipzig erinnert nur noch ein Name an den Ursprung: Die Reihe Reclam Leipzig wird von Ditzingen aus weitergeführt. Bei dieser Selbstdarstellung der Firmengeschichte verwundert die Entscheidung nicht.

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