Dienstag, 2. Juni 2009

lanu

Der Boss twittert
Falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte. Boss Bulo will es wissen und twittert.

Natürlich nicht so, wie es Normalsterbliche tun. Ein Journartist twittert nicht, dass er gerade einen Prosecco mit der blonden Schnecke von der Agentur XYZ schlürft, nee, Boss Bulo publiziert gleich ein ganzes Buch.

Guckst Du hier!

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lanu

Aus meiner Post
Du denkst mich in den Armen anderer, riechst mich, hörst mich? Ja. Wen denn sonst?

Und so wird es immer sein. Ich erinnere mich an deine Verfluchung. Naja, nur ein wütender Fluch? Nein, wo immer es so etwas wie Wahrheit und Gerechtigkeit gibt, wird man dich verurteilen für deine Masslosigkeit, deine Selbstgerechtigkeit und deine Selbstgefälligkeit mir gegenüber. Der Mann mit dem goldenen Umhang ist übrigens ein sehr mutiger Mann.

Wie so oft gibt es zwischen uns mit Sicherheit eine grosse Gemeinsamkeit: Wir wollen Beide eine gerechtere Welt. Vielleicht können wir uns sogar darauf einigen, dass Gerechtigkeit etwas mit Reziprozität zu tun hat. Diese Annahme prägt fast alle Religionen und ist auch bei vernunftorientierter Betrachtung eine ganz gute Idee. Dir soll geschehen, wie du handeltest. Genau diesen Wunsch habe ich in dem Fluch ausgedrückt.

Das ist meine Wolke für dich auf dem Gebiet der Metaphysik, der Gefühle, der Animalität im Menschen - und natürlich der Sinnlichkeit. In welcher Form du auch immer der Liebe zu begegnen glaubst, ich werde dabei sein. Du wirst mich hören und spüren. Und wenn du einen kleinen Moment nicht aufpasst, wirst du an mich und die Geschehnisse der letzten Jahre denken.

Wenn du (tatsächlich mal) mit einem Mann nackt auf einem Bett sitzt, wirst du an mich denken. Und daran, dass du nun beginnst zu bekommen, was du mir gegeben hast. Ich habe dir dich und deine Liebe ganz gezeigt.

Für die meisten Menschen hat Liebe auch in ihrem Scheitern eine heilende und einigende Kraft, weil sie das, was sie tun, mit einem guten Gewissen tun. Dich hat sie schlicht zerlegt - in mehr Teile als du Blogs unterhälst. Zersprungen wie ein Kristall ist deine Liebe - und tätowierte dich. Ich zeichne doch nur nach.

Sie zersprang, wie sich zeigen sollte, weil es keine gute Liebe war. Sie galt nicht mir als Person, sondern einer Vorstellung.

Ich würde dir nicht schreiben, wenn ich die Hoffnung ganz aufgegeben hätte. Ich glaube zu wissen, dass es in all deiner Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit eine Basis gibt, zu der du nur deshalb nicht finden kannst, weil der Weg so schmerzlich ist. Ganz am Ende dieses Weges stehe ich, weil ich der Mensch bin, mit dem du dich am Tiefsten verbinden wolltest. Ich bin das Symbol deines Scheiterns. Und so sehr du mich zu demonisieren und zu stereotypisieren suchst, du weisst, es ist ein Scheitern an und in sich selbst. Deshalb wird der Weg dich auch eines Tages zu mir führen. Vermutlich werde ich vorschlagen, sich eine Stunde zwischen eine Herde von Schafen zu setzen. Was immer dort geschehen und wie immer es enden würde, hinterher wärst du ein anderer Mensch, weitgehend frei von all den Sorgen und Ängsten.

Als Fluch tut mir diese Aussage Leid, auch wenn ich keinen Anlass sehe mich dafür zu entschuldigen. Als Wunsch und Ausdruck einer Sehnscht nach Gerechtigkeit erhalte ich die Aussage aufrecht. Wenn es eine schwarze Wolke ist, so ist sie es ja ob deines Handelns.

Finden musst du den Weg selber. Ich werde dir nicht entgegen kommen, weil die von dir eröffneten Wege eben nicht der Weg sind, sondern nur Fortsetzung und Ausdruck deines Irrwegs. Es wäre ein falsches Signal.

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