Montag, 14. April 2008

lanu

Post von Balzac Coffee zu den Überwachungskameras
Vielen Dank für Ihre Email. Erst einmal möchten wir uns für die Aufregung entschuldigen.
Angesichts der irreführenden und teilweise falschen Berichterstattung in verschiedenen Medien sehen wir uns veranlasst, einige Tatsachen richtigzustellen.
Bis heute (14.04.2008) gibt es kein Urteil vom Hamburger Amtsgericht hinsichtlich der Kameraüberwachung in den Filialen von BALZAC COFFEE.

Es ist richtig, dass in den Filialen Kameras installiert wurden. Diese Kameras sollten der Waren- und Kassensicherung dienen. Unsere Kunden waren zu keinem Zeitpunkt im Fokus. Es tut uns sehr leid, falls Sie als Kunde sich nun unbehaglich fühlen
sollten, denn natürlich möchten wir, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und ganz privat Ihren Kaffee genießen können.

Der Fehler, den wir gemacht haben, war, Sie nicht wie üblich durch einen Aufkleber an der Tür auf diese Kameras hingewiesen zu haben. Dafür möchten wir uns auf diesem Wege ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen.
Bis morgen Abend werden alle Kameras in den Shops demontiert.
Wir möchten, dass kein Zweifel darüber aufkommt, dass Ihr Wohlbefinden als Kunde bei uns an erster Stelle steht.
Für die entstandenen Mühen würden wir Ihnen gerne als Wiedergutmachung Gutscheine für ein Heißgetränk Ihrer Wahl zukommen lassen und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns hierzu Ihre Adresse mitteilen würden.

Natürlich hoffen wir, Sie weiterhin als Kunden bei uns begrüßen zu dürfen.

Viele Grüße

Vanessa Kullmann
Geschäftsführerin/CEO


Da frag ich mich doch, von welchem Urteil der Spiegel schreibt. So ein Urteil braucht ja immer ein paar Tage, bis es schriftlich vorliegt. Vielleicht meint sie ja das.

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ehe es wieder gerüchte gibt:
die post ging nicht an mich!!! ich darf nur drüber reden.

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also kein kaffee für lanu-leser ;-(

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nee, tut mir leid

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aber wenn der einzige fehler aus dem fehlenden aufkleber bestand, warum dann die kamera abschrauben? son aufkleber kann ja soviel nicht kosten...
umkehrschluss: die einbußen durch sich unwohl fühlende kunden liegen unter dem preis eines auklebers und über dem der demontage der kamera?

vorschlag: http://www.elementarteile.de/?p=1702

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hmm, es ist zumindest eine reaktion.

hinweise fehlen. das gibt sie zu.
ein urteil gibt es nicht. sie bauen schneller ab, als angeblich angekündigt.

warum sie abbaut, obwohl ja nur die schilder fehlen, versteh ich auch nicht.

aber immerhin

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wieviele von den aufklebern hast du denn? :-)

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find, man kann den leuten lernfähigkeit zugestehen. vielleicht haben die einfach die kameras ohne viel nachdenken angebaut. bringt sicherheit, machen ja alle... und dann schreibt jemand was oder geht sogar vor gericht und man denkt mal nach, was die dinger in den ganzen monaten gebracht haben. wahrscheinlich nichts außer dem ärger jetzt. da ist schnelles abschrauben einfach nur konsequent.

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"wieviele von den aufklebern hast du denn?"

einen kleinen rest von 200 stk. ;)

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Interessant die Reaktionen hier auf dem Blog: Solange nicht die Kunden, sndern nur die Mitarbeiter "gefilmt" werden, ist offenbar keine Überwachung gegeben. Man hat also nix gegen die Stasi, solange die für "gute Sachen" steht. ;-)

Im Ernst: Was sollte ein Einzelhändler davon haben, "draußen" sein Kunden aufzunehmen ?

Im übrigen werden Urteile heute - Internet sei Dank - rasend schnell veröffentlicht. Mit Pressemeldung ist das Urteil online abrufbar.

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hat SPON dann gelogen?

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soweit ich mich erinnere, hat heise im letzten jahr wochenlang auf eine schriftliche urteilsbegründung gewartet. soooo schnell geht das nun auch wieder nicht.

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SpOn schreibt: "Nach der mündlichen Verhandlung hat das Gericht deutlich gemacht, dass es die Überwachung im Kundenbereich für rechtswidrig hält. Das Urteil bezieht sich nur auf die 19 Hamburger Filialen."

Ich schätze mal, dass SpOn da Käse geschrieben hat. Meine Vermutung: Es gibt noch kein Urteil, nur eine Einschätzung des Gerichts, die es nach der mündlichen Verhandlung deutlich gemacht hat. Warum sonst wäre denn diese Einschätzung für den Leser relevant?

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"Das Urteil bezieht sich nur auf die 19 Hamburger Filialen."
diesen satz hat bestimmt der praktikant zu verantworten

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Den hier auch: "Das Amtsgericht Hamburg folgte einem Antrag des Hamburger Rechtsanwalts Harry Hardt, der die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten durch die Kameraüberwachung verletzt sah - der Mandant ist Kunde der Kaffeehauskette."

Das Gericht deutete vermutlich an, dass es geneigt wäre, diesem Antrag zu folgen.

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"Harry Hardt" klingt verdammt nach Hape Kerkeling

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Ist ja auch ein Künstlername.

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na dann...

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Ich vermute mal die Kanzlei wirbt mit dem Slogan "Der Rechtsanwalt aus der Gruft".

Tja, es wird noch kein Urteil vorliegen. Das Gericht hat nur "angedeutet", wie es wohl entscheiden will/wird. In versch. Rechtsstreiten geschieht dies, damit ein Kläger die Möglichkeit hat, seine Klage zurückzuziehen. ;-)

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sie könnten ja die Aufkleber auf die Kameraobjektive kleben

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@der herold:

Interessant die Reaktionen hier auf dem Blog: Solange nicht die Kunden, sndern nur die Mitarbeiter "gefilmt" werden, ist offenbar keine Überwachung gegeben. Man hat also nix gegen die Stasi, solange die für "gute Sachen" steht. ;-)

Woraus leitest Du dies ab?

Im Ernst: Was sollte ein Einzelhändler davon haben, "draußen" sein Kunden aufzunehmen ?

Denn Satz versteh' ich SO nicht (Typo). Was bitte meinst Du genau?

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1. Ich sehe hier keine "Empörung", wie Mitarbeiter visuell bespitzelt werden - so nennt man das nämlich. ;-)

2. Bei der Aufregung stellt(e) sich erneut die Frage, was wohl ein Café, etc davon haben soll, "draußen" stehende, hereinkommende, sich unterhaltende Kunden zu filmen.
Auswertung für den "gläsernene Kunden" via Schrittlänge, Nutzung eines Regenschirms (das geht doch wohl anders) ? Oder Vernetzung mit der Linkspartei stasiähnlichen Staats-Kontrollorganen, die aus der Aufnahme von Willi S. um 14:47 vor der Filiale Dortmund-Nord schließen können, daß dieser nicht die Weltrevolution vorbereitet ? ... zumindest nicht gleichzeitig.

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dann gibts also weiter zu tun:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,547136,00.html

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@derherold

stimmt. zu lidl und co. gab's HIER explizit nix. Aber drüben bei der BC. Guckst du hier

Und das die Bespitzelungsaktion von lidl beim allergrösstenteil der Leser dieses Blogs auf keine Sympathie stösst, davon geh' ich mal ganz einfach aus.

Wobei, ich fände eine Diskussion hier recht interessant, inwiefern "Sicherungsmassnahmen" zur
"Waren- und Kassensicherung", wie sie ja von der GF oben genannt wurden, als legitim angesehen werden.

Zu 2.: ich versteh' ja auch nicht, was die Leute antreibt, die solche Sachen einrichten/anordnen. Weder den einen, noch den anderen Grund halte ich für wahrscheinlich. Eher schon Gedankenlosigkeit.

Was ich persönlich bei solchen Sachen für schlimm halte/warum ich persönlich solche Sachen für schlimm halte: "Bestehende Systeme" wecken m.M. nach Begehrlichkeiten, diese effizienter resp. auch zu anderen Zwecken zu nutzen.

Und: Ich finde es entwürdigend, sein Verhalten wg. möglicher vorhandener Voyeure hinter irgendwelchen Monitoren anzupassen/anpassen zu müssen, ohne die Möglichkeit zu haben, ihnen ein gepflegtes "ey Alder, was guckst Du so blöd?" entgegenschleudern zu können oder ihnen gepflegt ein's auf's Maul zu hauen... ;-)

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zum SPON-Artikel:

"Denn ob wirklich ein begründeter Anfangsverdacht zum Start einer Überwachung vorliegt, ist Ermessenssache des Arbeitgebers. Wenn überhaupt, wird erst im Konfliktfall vor Gericht entschieden, ob ein solcher Verdachtsfall wirklich vorgelegen hat und das Ausmaß der begonnenen Überwachung rechtfertigt."

Genau das ist das Grundproblem. Und weil's gerade so schön passt:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27716/1.html

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es wird zeit für ein spycam-register :-)

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Nur mal so in die Runde geworfen/gefragt:

Was spricht aus Eurer Sicht dagegen, im § 201a StGB ganz einfach den Teil "die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet" zu streichen?

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Ich finde, so eine Kamera sagt viel zu wenig aus.

Ich habe letzte Woche den Müllbeutel von *lanu* durchsucht. Sehr aufschlußreich !

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ich finde, wir bloggen ALLE ab jetzt nur noch mit webcam.

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Ich tippe mal vorsichtig darauf, dass die genau gar nichts abbauen werden.

No-Foto Policy ist übrigens in allen "Coffeestores" gleich, egal ob Starbucks oder Balzac, das hatte nichts mit den Kameras zu tun, sondern *dass* Du fotografieren wolltest.

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