Montag, 19. Mai 2008

lanu

Hopp sei Dank
Niemand muss Milliardäre lieben, doch wenn der SAP-Gründer seinen Heimatverein von der Regionalliga geradewegs in die erste Bundesliga finanziert, dann hat das was. Irgendwie. So rein projektmäßig betrachtet :-)

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bayern hat doch auch die erfolgreiche mannschaft, weil die sich die besten spieler zusammenshoppen können, oder?

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tja, wer mit beckenbauer golfen geht, der muss ja irgendwann mal wissen, wie es läuft.

grundsätzlich ist ne teure truppe allein aber nicht das allheilmittel.

glaub ich

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grundsätzlich ist ne teure truppe allein aber nicht das allheilmittel

stimmt

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Ist wie in der richtigen Wirtschaft. Geld ausgeben ist einfach. Damit aber Erfolg zu haben oft schwierig. Dazu muss es nachhaltig investiert werden. Hoffenheim ist in der U17-Bundesliga führend und hat das Geld vornehmoch in junge Spieler investiert. Kein Wunder, dass die anderen Bundesligaclubs durchaus Respekt haben - weil sie merken, dass das keine zusammengekaufte Truppe ist, die man nach 2 Saisons wieder loswird. Wirshaftlich ist Hoffenheim sicher ein Albtraum für die etablierten Clubs. Die brauchen zur Vermarktung ihres Zirkus möglichst renommierte Namen und grosse Städte. Dass Gladbach und Köln aufgestiegen sind, und Rostock und Duisburg in Gras beissen mussten war nach deren Geschmack. Die Regionalliga wird ja ab der nächsten Saison zu einer Art eingleisigen 3. Bundesliga. Auch nur, um die grossen Vereine zu fördern. Neben 4 B-Teams von Bundesliga-Clubs, werden dann 14 gefallene Engel wie Oberhausen, Düsseldorf, Union Berlin, Erfurt, Wuppertal, FSV Frankfurt, Dynamo Dresden, 1 FC Madgeburg usw, mitkicken. Grosse Namen, die für das Geschäft gut sind.

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wow, du kennst dich ja gut aus :-)

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Mal eine einfache Rechnung: Zu den Bundesligaspielen begleiten teilweise 3000-5000 Anhänger ihre Vereine auswärts auch zu frenen Zielen. Dazu noch die lokalen Fans in der Diaspora, die sich freuen, wenn ihr Verein mal in der Region zu Gast ist. Hoffenheim hat 3000 Einwohner und keine organisierten Fanclubs überall in der Republik. Das bedeutet weniger verkaufte Tickets und schlechtere Stimmung/Kulisse im Stadion. Ausserdem ist die Region Mannheim/Heidelberg nicht gerade Medienhochburg. Schlechte PR für die Bundesliga, denn wer will nach 2 bis 3 Spieltagen noch was von Hoffenheim sehen oder lesen. Der Verein ist vermarktungsmässig ein Ausfall für die DFL.

Hoffenheim wird gerne mit FC Chelsea verglichen - dort ist Roman Abramowitsch, der russische Öl-Milliardär der freigiebige Spender. Aber Chelsea residiert in London-Fulham und nicht am A.. der Welt.

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mir gefällt hoffenheim immer besser :-)

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Was ist denn daran so positiv ?

Da wird ein "Standort" ohne jegliche Tradition - vor allem:ohne Fußballfans - nach den Launen eines Milliardärs in die Bundesliga "gekauft".

Sehr wohl mit einer zusammengekauften Mannschaft, in der Fußballer spiel(t)en, die ansonsten nicht einmal im Halbschlaf daran gedacht hätten, in dieser Liga zu spielen. Natürlich ist die Nachwuchsarbeit toll - auch wenn darauf verwiesen werden darf, daß -zwangsläufig- die Jugend-Kicker von anderen Clubs kommen, die leider nicht das Glück haben, einen Milliardär mit Geldbörse zur Verfügung zu haben.

Genauso lobenswert ist natürlich auch das Engagement von VW und BAYER, die mit dem VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen Ähnliches zeig(t)en.

Hopps Engagement ist sozial wie das Vorführen eines Ferrari in der Anliegerstraße.

Ach ja, Hopps Sohn interssierte sich für Eishockey ... die zusammengekaufte Truppe von Mannheim wurde hopp-gesponsored Deutscher Meister (falls man das noch so nennt).

Traurig ist, daß bspw. (Ex-LR) Ahlen nicht so positive Zeitungsresonanz bekam. Das hängt aber mgl.weise damit zusammen, daß SAP edler ist als Parfüm, etc. via MLM zu verkaufen. Steilmanns Wattenscheid 09, Jean Lörings Fortuna Köln. Oder die *Göttinger Gruppe* mit TB Berlin ...zumindest ein (gescheitertes) Geschäftsmodell...

P.S. boocompany und Lob für den billionaires club betrachte ich als Scherz.

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bin ich boocompany?

ich darf doch wohl mal gut finden, dass jemand seine projektziele erreicht.

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wow,
ein herold-rant.

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Hoffenheim in der 1. Liga
Ich muss zugeben: Anfangs hatte ich das Projekt Hoffenheim auch sehr kritisch betrachtet. Inzwischen bin ich jedoch - man ist ja lernfähig - zu einer anderen Meinung gekommen.

Hoffenheim ist durchaus ein Traditionsverein. Gegründet 1899 als Turnverein kam 1945 die Sparte Fußball dazu.
Die Stationen des Vereins, bei dem Dietmar Hopp ja mal als Linksaußen (oder wars Rechtsaußen) die Fußballstiefel schnürte, sind ja mittlerweile bekannt:

1990/1991: Kreisklasse A Sinsheim
1991/1992: Bezirksliga Sinsheim
1992-1996: Landesliga Rhein-Neckar
1996-2000: Verbandsliga Nordbaden
2000/2001: Oberliga Baden-Württemberg
2001-2007: Regionalliga Süd
2007/2008: Zweite Bundesliga.

Hopp investiert sehr viel in den Sport - auch in die Jugendarbeit - in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Manche Amateurvereine könnten hier ohne seine - oftmals großzügigen - Spenden nur schwer überleben.

Die Vorrunde wird man nun im Mannheimer Carl-Benz-Stadion, welches z.Zt. von der Daimler AG für 1,5 Mio saniert wird gegen Überlassung der Namensrechte, austragen. Zur Rückrunde dürfte das 40-Mio-Projekt in Sinsheim, direkt an der permament stauträchtigen A6, fertiggestellt sein.

Richtig ist, dass auch die Mannheimer Adler (Eishockey) und die Rhein-Neckar-Löwen (Handball) von Hopp finanziell abhängig sind.

Wir brachten seinerzeit in Boocompany einige kritische Betrachtungen, was den ursprünglich geplanten und dann gescheiterten Stadionbau an der A 5 in Heidelberg anbelangte:
http://forum.boocompany.com/viewtopic.php?p=8874&highlight=hopp#8874

Naja, schaun mer mal, wie es Hoffenheim in der 1. Liga ergehen wird.

Jedenfalls freut man sich in der Metropolregion auf den lange (seit dem Abstieg des SV Waldhof Mannheim zum Saisonende 1990) vermissten Bundesliga-Fußball.

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"Hoffenheim ist durchaus ein Traditionsverein. ...
1990/1991: Kreisklasse A Sinsheim
1991/1992: Bezirksliga Sinsheim
1992-1996: Landesliga Rhein-Neckar"


Noch deutlicher geht es nicht. :-))
Hoffenheim ist genauso ein "Traditionsverein", wie SC Grün-Weiß Niederwuppdichhausen von 1920. In Hoffenheim dürften bis 1996 5 Rentner und 3 Spielerfreundinnen die Fankulisse gebildet haben.

Fußballfans nennen so etwas Plastikklub: ein Verein, der aufgrund des Wohlwollens eines Geldgebers "aus dem Nichts" in höhere Ligen gespült wird. Ich glaube auch nicht, daß das kulturelle/soziale Engagement von Hopp größer ist als das von BAYER oder VW.

Es ist aber ein Medienphänomen, daß Hopps Hoffenheim-"Projekt" weitaus positiver aufgenommen wird als die vorgenannten Beispiele ... was das wohl für Gründe haben mag... ;-)
Interessant das Engagement zahlreicher Journalisten (und Bloggisten), die plötzlich und unerwartet Hoffenheim-Fans geworden sind und Herzblut für die Verteidigung eines Milliardär-Hobbies geben ... ehrlos sei, wer Schlechtes dabei denkt...

Daß man sich in Mannheim darüber freut, wenn Hoffenheim in der Bundesliga spielt und die halbe Waldhof-Nachwuchsabteilung in Hoffenheim kickt, wage ich zu bezweifeln.

Ach ja, mit dem "Jugend-Förder-Projekt" hat Hopp für seine Profi-Mannschaft vor dieser Saison mehr (Transfer-)Geld ausgegeben als die komplette Rest-Liga zusammen.

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Niederwuppdichhausen

herold, ist das immobilienmakler-slang für "Pampa"??? ;-) :-)

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mannomann, dann ist es eben ein plastikklub. diese klubs zeigen, was fußball in wahrheit ist, ein geschäft. machst du mir jetzt den herrn meyer und erklärst mir, business sei der teufel und die wiege des fußballs ist und bleibt st. pauli?

ach komm, so ein träumer biste doch sonst nicht

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Fussball ist ein Geschäft. Aber damit macht man es sich zu leicht. Wenn sich die Fans von Dortmund und Schalke mit Verve die Köppe einschlagen, wird klar, dass da mehr ist. Hat also auch was mit Emotion und Tradition zu tun. Fussball war immer schon von lokalem Zusammenhalt geprägt. Angefangen von den volkstümlichen Fussballspielen im 14. Jahrhundert in England, dem wilden Gekicke über die Felder zwischen zwei Dörfern.

Das spielt übrigens für Hopp auch eine Rolle. Ich nehme ihm ab, dass er als ehemaliger Spieler zu Hoffenheim eine besondere Beziehung hat und was für die Region machen will.

Jedoch ist das auch die Archillesferse so eines Clubs wie Hoffenheim. Ohne eine belastbare Verankerung in der Region wird der Verein trotz Geld keinen Erfolg haben. Da hat Hoffenheim/Sinsheim durch die geringe Einwohnerzahl schon mal einen Riesennachteil. Beim Fussball zählen keine planierischen "Metropolenregionen", sondern die reale Unterstützung vor Ort. Daher auch die Bemühungen von Hopp, die Region mit einzubinden, Jugendarbeit zu finanzieren, usw.

Ich bin gespannt was aus dem Projekt wird. Im Zweifel besser, dass er das Geld in Jugendfussballförderung und einen Bundesligaverein steckt, als es in der Karibik zu verballern. - obwohl er dafür auch noch was übrig hätte.

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gleich nachdem die "sympathischen" verliererspacken gegen bayern so toll weltpokalsiegerbesieger geworden sind, haben sie die st. pauli dauerkarten für das doppelte verschrubbt. hahaha. hahaha. die fans waren begeistert!

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Nicht "Pampa", sondern "Prairie". :-)

Fußball ist auch ein Geschäft. Die Hopp-isierung ist aber ein anderer Ansatz, weil hier nicht auch, sondern nur das Entertainment (einer Person) maßgeblich ist.

Ich vermute, wenn Hopp auf den Gedanken käme, die Kirche des heiligen Dietmar zu gründen, stünden auch hier div. Blogger bereit, um deren soz. Engagement zu loben - natürlich mit dem Hinweis auf die schändliche Rolle der christlichen Kirche bei div. Gelegenheiten.

Ich vermute ja, daß ihr alle von einer von Hopp beauftragten PR-Agentur gekauft seid ! :-)

P.S. Um das Wesen des Fußballfans an sich zu verstehen, empfehle ich Javier Marias.

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@lanu

Du solltest öfters über Fussball bloggen... schön wie die Emotionen hier so "hoch" gehen ;-) :-)

Ach, und ja.... und die Wiege des Fussballs ist sowieso Hertha.
hab' isch mir sagen lassen.ich kenn' mich da nicht(mehr) so aus :-)

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ich muss das wesen eines fußballfans nicht verstehen, wenn ich den aufstieg in die erste liga als gelungenes projekt ansehe. das hat der typ angekündigt und geradewegs umgesetzt. für mich ist fußball viel zu unwichtig, als dass ich eine religionsdiskussion daraus machen wollen würde.

aber lustig ist es tatsächlich, dass der herold abgeht wie andy möller ;-)

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Noch immer gilt: Eine Nationalmannschaft und 80 Millionen Trainer.

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@dampfbadbiber

jenau, eh :-)

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und einer noch:
"dumm kickt gut". sorry, halb 5 war echt zu früh heut morgen. ; )

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Yess!
Z.B. Lothar (warum-will-mich-keiner) M.

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Ich musste bei der Aktion an die «teuren» Engländer denken. Spielen dieses Jahr nicht bei der EURO. Aber so vom Konzept her ist es schon beeindruckend, was Geld im Sport alles bewegen kann. Wenn's dann beeindruckt hat, möchte man sich gerne abwenden.

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"Wenn's dann beeindruckt hat, möchte man sich gerne abwenden."

absolut :-)

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