Donnerstag, 13. Oktober 2005

echo

buchreport zum elbeteam Deal
Allianz mit Asiaten

Monatelang hat Peter Wölki nach einem Retter in der Not Ausschau gehalten. Der erste Kandidat (Guido Zanolli) schlidderte, kaum waren die Verträge für eine 47%ige Beteiligung am Elbe-Team (Umsatz 2004: 8,1 Mio Euro, Platz 62 im buchreport-Ranking der "100 größten Buchhandlungen") besiegelt, selbst in die Insolvenz. Der zweite Heilsbringer (die Investmentfirma Central Pacific Investments, CPI) biss nach langwierigen Verhandlungen nun aber an und soll das ins Stocken geratene Wachstum der Dresdner finanzieren.

Wie von buchreport im Juli gemeldet, hat CPI für 2 Mio Euro eine 40%-ige passive Beteiligung erworben. Für die Buchbranche ist der Strippenzieher des Geschäfts kein Unbekannter: Michael Gleissner war Gesellschafter des deutschen Online-Pioniers ABC Bücherdienst, der ab 1995 Bücher über das Internet verkaufte und 1998 von Amazon geschluckt wurde. Nachdem sich der durch den Verkauf reich gewordene Unternehmer bis 2000 als Amazon-Vizepräsident engagierte, hat sich Gleissner u.a. mit seiner in Hongkong ansässigen Gesellschaft Bigfoot Ventures auf Beteiligungen an Technologieunternehmen in Asien und den USA konzentriert. Gerüchten, dass Gleissner den Elbe-Team-Deal nicht nur vermittelt, sondern aus eigener Tasche finanziert hat, entgegnete Gleissner mit einem Leserbrief auf der Internetseite http://lanu.blogger.de: "Ich habe definitiv keinerlei Interesse, mich an Unternehmen in Deutschland zu beteiligen." Er lebe in wirtschaftlich und steuerlich "interessanteren Regionen".

Gestärkt durch die Finanzspritze aus Fernost will Wölki besonders in den alten Bundesländern expandieren. Die Ladenkette für gebrauchte und preisreduzierte Bücher (derzeit 26 Filialen, Anteil am Elbe-Team-Gesamtumsatz rund 25%, Rest: Versandhandel) soll im kommenden Jahr um 80 Standorte wachsen.

www.buchreport.de

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die links
sind von mir. Bis auf den Verweis auf das Gleissner Zitat. ich war mal so frei.

bitte nicht sauer sein, liebe buchreporter. :-)

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