Freitag, 2. Dezember 2005

boo

Intertainment AG: Insolvenz mit Ansage
Kurz vor dem Fest wird klar, ob die Hypovereinsbank mit der Forderung nach 10 Millionen Euro gerichtlich durchkommt. Beim Filmrechtehändler Intertainment spricht man inzwischen ganz offen von Insolvenz, sollte man vor Gericht verlieren.

Über ganze 100.000 € kann man derzeit noch verfügen. Da die Rechtsstreitigkeiten in den USA nicht ausgestanden sind, ist das Unternehmen operativ handlungsunfähig und hockt wie ein Kaninchen vor der Schlange.

Frohes Fest!

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Last Exit Amtsgericht
Ja, die Filmfonds. Intertainment war ganz großes Kino. Von Elie Samaha, dem Erfinder so genialer Konzepte wie "Vanity Pictures" und "Stupid German Money" wurden sie über den Tisch gezogen. Immerhin durften die deutschen Hobby-Cineasten dabei ein bisschen auf "The Player" machen und zu total überzogenen Budgets Zelluloid-Schrott wie "Driven" oder "Battlefield Earth" finanzieren. Letzteres übrigens eine geniale Kombination der beiden Samaha-Konzepte.

Dann haben sie das Produzieren gelassen und das einzige Geschäftsmodell war der Prozess gegen Samaha und die Budget-Versicherer. Riskantes Business: Zwar haben sie jetzt einen Titel gegen Samahas Franchise Pictures, die sind aber pleite. Jetzt gibt es nicht mal mehr Kohle, und da kommt die HVB. Samaha lacht sich einen über die doofen Krauts und produziert munter weiter.

Dreht Pornos, ich Möchtegernmogule. Das ist nicht so glamourös, nicht so lukrativ, aber auch nicht so riskant - zumindest nicht für die "Produzenten".

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