Dienstag, 6. Dezember 2005
Dialer Dolzer und das Ende des freien Kommentars
lanu, 08:40h
Es ist ein Lehrbeispiel für das, was geht in diesem Land. Zu Disposition steht das freie Kommentieren in Foren, Weblogs oder vergleichbaren Seiten. Aufs Spiel gesetzt durch die Verbreitung eines blöden Scriptes, das Dialer Dolzers k.exe-Verteiler lahm legen sollte.
Niemand muss den Dailer Dolzer mögen, doch wer es riskiert, dass sich ein Richter findet, der Forenbetreiber auch ohne Kenntnis der Inhalte haften lässt, dem sollte man seine Festplatte dreimal kräftig um die Ohren schlagen.
Wann begreifen einige Nutzer endlich, dass zum erfolgreichen Kampf gegen die Marios dieser Welt auch das Wissen darüber gehört, was den Beissreflex der Pitbulls in Nadelstreifen auslöst?
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Niemand muss den Dailer Dolzer mögen, doch wer es riskiert, dass sich ein Richter findet, der Forenbetreiber auch ohne Kenntnis der Inhalte haften lässt, dem sollte man seine Festplatte dreimal kräftig um die Ohren schlagen.
Wann begreifen einige Nutzer endlich, dass zum erfolgreichen Kampf gegen die Marios dieser Welt auch das Wissen darüber gehört, was den Beissreflex der Pitbulls in Nadelstreifen auslöst?
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holgi,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 10:51
Nie.
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lanu,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 11:09
das sind ja schöne aussichten. dann sollte man das internet zumachen.
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surfguard,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 11:48
[POLEMIK]Dann mach doch Post und Telefon gleich mit zu. Ach, und Kneipen. Und Hamburger Wohnungen, da kann man sich nämlich zum Massenmord verabreden.[/POLEMIK]
Ich meine: Du hast ja Recht, dass solchen XXXXX (edit admin) ihre k.exe um die Ohren gehauen gehört. Aber wenn ich abwägen muss zwischen Kommunikationsfreiheit auch für Trolle (inkl. Option der (straf)rechtlichen Verfolgung) oder Kommunikationsunfreiheit für alle, dann ist meine Wahl klar.
Ich meine: Du hast ja Recht, dass solchen XXXXX (edit admin) ihre k.exe um die Ohren gehauen gehört. Aber wenn ich abwägen muss zwischen Kommunikationsfreiheit auch für Trolle (inkl. Option der (straf)rechtlichen Verfolgung) oder Kommunikationsunfreiheit für alle, dann ist meine Wahl klar.
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lanu,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 11:54
solchen meldungen erwischen mich immer am falschen tag. machmal sind die windwühlen einfach zu gross, gegen die man anrennt.
wahrscheinlich muss ich mich doch an das handbuch für trolle machen. vielleicht wird denen dann klar, dass sie maximal noch ihre frauen verdreschen können, wenn ihnen die plattform fehlt.
wahrscheinlich muss ich mich doch an das handbuch für trolle machen. vielleicht wird denen dann klar, dass sie maximal noch ihre frauen verdreschen können, wenn ihnen die plattform fehlt.
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tripol,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 12:38
Es ist doch nicht das Ende des freien Kommentars.!! Dem Aufruf zum ungerechten Tun, auch wenn scheinbar moralisch gerechtfertigt, wird ein Ende bereitet. Ich kann doch nicht, weil einer "scheinbar" nicht legale Aktionen tätigt, selbst mit illegalen Aktionen dagegen vorgehen. Das ist Lynchjustiz. Schade für Heise. Andererseits scheint der Richter mit der ganzen Problematik überfordert gewesen zu sein, das wiederum ist nicht neu.
Ich sehe jedenfalls das Recht auf freie Meinungsäußerung "noch nicht" beeinträchtigt! Ein Aufruf zu etwas ist aber mehr als nur Meinungsäußerung. Bei Gericht geht es nicht um Gerechtigkeit, es geht um Urteile.
Ich sehe jedenfalls das Recht auf freie Meinungsäußerung "noch nicht" beeinträchtigt! Ein Aufruf zu etwas ist aber mehr als nur Meinungsäußerung. Bei Gericht geht es nicht um Gerechtigkeit, es geht um Urteile.
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lanu,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 12:43
hast du schon mal ein forum betrieben, dessen inhalte du gar nicht mehr überblicken kannst? das gericht geht davon aus, dass du das aber tun musst.
wer kann das leisten? keine plattform, keine freien kommentare. das ist das ende.
wer kann das leisten? keine plattform, keine freien kommentare. das ist das ende.
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tripol,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 12:54
Genau da ist der Punkt, an dem der Richter überfordert ist oder scheint. Das Internet ist noch nicht unter Kontrolle!
Aber in einem Land, in dem das Liebesleben der Pflastersteine rechtlich geregelt wird, wird man alles unter Kontrolle bekommen wollen.
Aber das Ende, nein, wir sind ja auch noch da, dieses ganze renitente, kreative, renegade Blogger-Volk, wird ja schon vom mainstream beachtet, da bin ich optimistisch. Recht gebe ich dir, wehret den Anfängen.
Aber in einem Land, in dem das Liebesleben der Pflastersteine rechtlich geregelt wird, wird man alles unter Kontrolle bekommen wollen.
Aber das Ende, nein, wir sind ja auch noch da, dieses ganze renitente, kreative, renegade Blogger-Volk, wird ja schon vom mainstream beachtet, da bin ich optimistisch. Recht gebe ich dir, wehret den Anfängen.
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lanu,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 13:00
ganz ehrlich?
jeder nischenblogger macht sich in die hosen, wenn ihm die entsprechende einstweilige verfügung ins haus flattert oder vom blogbetreiber auf den schreibtisch geknallt wird.
ich hab gestandene männer aufgeregt durch den raum flattern sehen, weil sie mit den drohungen einfach überfordert waren. die geschichte vom kampfstarken bloggervolk ist, was sie immer war, ein schönes märchen.
ich hab gestandene männer aufgeregt durch den raum flattern sehen, weil sie mit den drohungen einfach überfordert waren. die geschichte vom kampfstarken bloggervolk ist, was sie immer war, ein schönes märchen.
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strappato,
Dienstag, 6. Dezember 2005, 23:40
Endlich mal ein anständiger Kommentar zu der Sache.
Getreu den Motto: Heul nicht! Sag was!
Ich habe den Eindruck, alle gucken friedlich zu, wie ihre Spielwiese platt gemacht wird, und helfen noch mit den Schäufelchen nach. Am Ende reibt man sich die Augen und jammert. Die Freiheit des Internets wird heute erkämpft. Man muss sich nur mal den Entwurf zur Novelle des Teledienstgesetzes ansehen. Da ist das oben erwähnte Urteil nur sowas wie vorauseilender Gehorsam.
But when what you're moving is information, instead of physical substances, then you can play by a different set of rules. We're evolving those rules now!
Mitch Kapor, founder of the EFF, in "The Hacker Crackdown".
Getreu den Motto: Heul nicht! Sag was!
Ich habe den Eindruck, alle gucken friedlich zu, wie ihre Spielwiese platt gemacht wird, und helfen noch mit den Schäufelchen nach. Am Ende reibt man sich die Augen und jammert. Die Freiheit des Internets wird heute erkämpft. Man muss sich nur mal den Entwurf zur Novelle des Teledienstgesetzes ansehen. Da ist das oben erwähnte Urteil nur sowas wie vorauseilender Gehorsam.
But when what you're moving is information, instead of physical substances, then you can play by a different set of rules. We're evolving those rules now!
Mitch Kapor, founder of the EFF, in "The Hacker Crackdown".
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first_dr.dean,
Donnerstag, 8. Dezember 2005, 17:57
Teilentwarnung
Was das Urteil des Hamburger Hamburger Landesgerichts angeht, glaube ich Entwarnung (hier) geben zu können.
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huepfknopf,
Freitag, 9. Dezember 2005, 04:16
Mario ist für viele zuerst einmal ein dicker Klempner mit Schnauzbart. Also bitte keine Beleidigungen von Videospiel-Legenden.
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lanu,
Freitag, 9. Dezember 2005, 07:58
"Also bitte keine Beleidigungen von Videospiel-Legenden."
nie im leben
nie im leben
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