Freitag, 9. März 2007

lanu

Ich kann es nicht schaffen
Dirk Olbertz erklärt, wie die Liste seiner Top-Blogs funktioniert und wie sie manipuliert werden kann:

"Somit ist auch klar, wie das System manipuliert werden kann: möglichst viel in anderen Blogs kommentieren und anschließend auf den Link zum eigenen Blog klicken…"

Da kann ich wohl gleich aufgeben, denn ich kommentiere äusserst selten ausserhalb meiner Seiten.

Nun kann ich mir aber auch erklären, warum diese Seite hier trotz geringer Zugriffszahlen auf Platz 60 landet. Das werd ich wohl meinem Job beim Werbeblogger zu verdanken haben. Vermutlich.

Also: Schneidet euch die Haare und sucht euch nen Job, dann klappts auch mit der Liste. :-)

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Ich habe blogscout rausgeschmissen.

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räusper
ähm,... ok.

können wir uns darauf einigen, dass wir nicht zur zielgruppe gehören und der counter an sich völlig ok ist?

soll ja keine olbertz-disse werden. :-) hab ich versprochen.

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haste ne alternative?

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Ich habe statconter.com laufen. Funktioniert gut.

Zielgruppe ist gut. Ich gehöre sicher nicht dazu. Und ganz ehrlich: Wenn ich sehe, wer bei den A-Listern kommentiert, bsp. die Schüler und Studenten, das muss ich nicht mehr haben. Wenn man mit 21 Visits und 29 page-impressions unter den ersten 200 landen kann - immerhin die upper 10% der blogscout-blogs - das ist mir dann doch zu blöd.

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Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen.

Die Diskussion ist ja schon uralt und niemand hat eine Antwort darauf: was ist ein Blog und wie finde ich die guten? Denn das ist hochgradig subjektiv, Relevanz lässt sich nicht in Zahlen messen, insofern enthält natürlich auch die neue Topliste keinen Relevanzfaktor.

Ich verstehe Blogscout aber als einen Wegweiser durch die Blogosphäre und wenn die Blogosphäre eines gemeinsam hat, dann ist es die Verlinkung untereinander. Das hat nichts mit Kuscheln zu tun, sondern mit Wahrnehmung und dabei nicht einmal nur positive.

Ja, es geht hier um die Wahrnehmung innerhalb der Blogosphäre, aber wenn ich das nicht Einschränken würde, kann ich gleich eine Liste mit Websites wie Spiegel, Bild, Pro7, etc. machen. Aber darum geht es uns allen ja gar nicht, sondern um die Alternativen zu den "alten Medien".

Das geht natürlich alles in Richtung Nischen. Nur gibt es im Moment halt noch kein Konzept dafür, "beste Blogs" aus der für mich Interessanten Nische zu finden. Wahrscheinlich werde ich das mit Tags lösen, gesundheit.blogger.de wäre also wahrscheinlich mit dem Tag "Gesundheit" versehen.

Innerhalb dieser Tags möchte ich dann aber nicht auf Zugriffe angewiesen sein um in immer länger werdenden Listen eine Reihenfolge reinzubringen. Die Inhalte eines Blogs wird jeder wieder anders bewerten, also muss ich mir andere Faktoren anschauen. Wie z.B. den Grad der Verlinkung eines Blogs.

Mit dem Netzwerk in Blogscout (das noch lange nicht zu Ende gebracht ist), soll man explizit angeben können, zu welchen Blogs man in welchem Verhältnis steht. Es gibt sicherlich Blogs, die gelesen, aber nicht verlinkt werden, weil sie mehr Stoff zum Nachdenken, denn zum Kommentieren bieten und somit auch weniger in der Außenwahrnehmung erscheinen.

Ich nehme sehr gerne Ideen auf und versuche sie in das Gesamtkonzept zu bringen. Aber wenn von einigen Leuten nur verbittert gemeckert wird, weil das Blog nicht genügend Beachtung erfährt, kann ich damit nichts anfangen. Man kann verbittert in der Ecke bleiben, überlegen, warum man alleine dort steht und sich ändern, oder aber versuchen sich an der Diskussion zu beteiligen, damit Leute auf einen zukommen und man dann nicht mehr alleine in der Ecke steht.

Ich lese Roberts Blog auch schon seit Monaten nicht mehr regelmäßig, weil ich die meisten Sachen schon gelesen habe, bevor er sie aufgreift. Insofern bin ich nicht soooo glücklich damit, dass er ganz oben in der neuen Topliste steht. Wenn ich mir aber die Top 100 der alten un der neuen Liste nehme, bin ich sehr gücklich mit dem Ergebnis in Hinsicht darauf, dass ich dort wirklich Blogs finde.

Liebend gerne hätte ich von möglichst jedem eine Liste seiner 25 liebsten Blogs mit einer genauen Beschreibung, warum bei ihm/ihr Blog A vor Blog B steht. Vielleicht lässt sich daraus ja etwas ableiten. Es würde aber auf jeden Fall einen Denkprozeß in Gang setzen.

Blogscout ist dauerndes "Work in Progress" und es gibt eine Menge Möglichkeiten, die Richtung zu beeinflussen.

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@strappato:
Die Betrachtung nach Klicks und Visits (Top-Reichweiten-Blogs) haste mit dem Blogscout-Counter ja nach wie vor im Blick, von daher verstehe ich Dein "habe Blogscout rausgeschmissen" nicht.

Der neue Zählansatz in der Top-Liste mag noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber ich mag die dahinterstehende Denke - nämlich das Bestreben, eine wirklich blogspezifische Betrachtungsweise der Besucher- und Verlinkungs-Quantitäten zu entwickeln.

Ob mich das mit meinen 111 Besucherhanseln jetzt 400 Plätze weiter nach vorne bringt oder nicht, ist mir in dem Zusammenhang auch völlig hurz. Dass meine Dunkelkammer keine Massenveranstaltung ist, die eigenes T-Shirt-Merchandising lohnen würde, weiß ich selber ja am besten.

Aber wenn ich mir die Schwanzvergleichsliste vom Blogcounter im Vergleich dazu ansehe, da stoße ich auf viel zu viele Angebote, die nur rudimentär dem ähneln, was ich so unter Blog verstehe. Schon allein von daher gesehen ist die neue Top-Liste von Blogscout ein Fortschritt.

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@Dirk Das ist ja verständlich. Wobei ich glaube, dass die Blog-Szene nicht in einem Gesamtkonzept gefasst werden kann. Aber Respekt vor denen, die es versuchen.

Das Beispiel mit den tags: Wenn ich mit den meisten anderen "Gesundheitsblogs" in eine Schublade gesteckt werden würde, hätte ich auch ein Problem damit. Denn die deutschen Medizinblogs bestehen hauptsächlich aus abgeschrieben unkritischen Pressemitteilungen und "Wellness"-Themen. Alles natürlich mit Werbung und adsense. Eher würde ich mein blog als politisches blogs sehen und als journalistisches, da ich versuche, bei aller Kritik mit Recherche und Quellen die Fakten und Informationen zu belegen - wenn möglich Doppel-Check.

@Mark
Dieses blogspezifische erscheint mir wie Kochen im eigenen Saft.

Ich weiss, dass viele deutsche blogger ein Hang zum "Kuscheln" haben. Teil einer Szene sein, A-Lister kennen und zur Speerspitze der digitalen Revolution gehören. Muss man akzeptieren. Daher trifft diese Top-Liste sicher das Selbstverständnis der blogger. Das halte ich ein wenig für ein Spezifikum der deutschen blogosphäre. Hat vielleicht auch mit der Altersverteilung zu tun. Aber man kann sich ja auch dem fernhalten.

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da ich sehr kommentierfreudig bin, teste ich ab heute mal was passiert, wenn meine adresse nicht mehr unter den kommentaren zu finden ist. bisher war es so, das die meisten referrer sowieso nur von blogger.de kamen (bis auf ein paar tage, wo sehr viel von der blogbar kam).
ich bin gespannt und berichte dann von den ergebnissen.

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o.k. - so ist es jetzt richtig. also bitte nicht oben klicken.

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hier klickt keiner. nie :-)

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@strappato:
Dieses blogspezifische erscheint mir wie Kochen im eigenen Saft.

Da bläst Du ins gleiche Horn wie Peter Turi. Blogs müssen dies, Blogs müssen das... Das ist mit Verlaub, Rinderdung, denn Blogs müssen zunächst mal gar nichts. Und wie ich schon sagte, die medienmainstreammäßige Zählung der Hits und Visits kann ja jeder beibehalten wie er lustig ist. Wer sich eher mit Spiegel Online oder telepolis messen möchte, wird diese Zählweise vorziehen, wem es um den blogspezifischen Abgleich geht, der ist mit der Olbertz-Liste bestens bedient. Ich weiß gar nicht, was es da rumzuproblematisieren gibt.

OK, das Gekuschel. Kann man gut finden, muss man nicht, Aber für den ders mag, gibts auch genügend Alternativen: Grabenkämpfe, Animositäten und vermeintliche Fraktionszwänge findest Du auch zuhauf, wie man nicht zuletzt anhand der Knetchenfrage "wie stehtst Du zur Werbung?" wieder mal schön studieren konnte. Guck einfach mal mehr über den Tellerrand des Ex-DCT-Umfelds oder des Blogger.de-Biotops, dann wirst Du vielleicht zu dem Schluss kommen, dass es sowas wie d i e Blogosphäre eigentlich gar nicht gibt. Bei Blog.de schreiben und kuscheln Hunderttausende vor sich hin, denen die Debatten hier so gar nix sagen, den myblog-Girlies mit und anderen Smiley-Schleudern geht das auch alles am ar***geweihten Steiß vorbei, und die Rechtsausleger um PI sind wieder auf nem ganz anderen Orbit - und einer der wenigen Kreuzungspunkte, wo sich das alles mal kurz trifft, sind die Toplisten von Blogscout und Blogcounter (und die Blogcharts nicht zu vergessen). D a s sind die einzigen Klammern, die alles ein wenig zusammenhalten. Sonst nichts.

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Mich mit Turi in eine Ecke zu stellen, ...

Klar müssen blogs nichts. Wie ich schrieb, die blogszene kann man nicht fassen. Aber "A-Lister" gibt es ja nicht von ungefähr. Blogger, die besonders viel Aufmerksamkeit bekommen, erst von anderen bloggern, dann auch von anderen Medien. Daran sind die "A-Lister" nicht unbeteiligt, das ist ein aktive Entscheidung. Um diese Aufmerksamkeit zu qunatifizieren sind Ranglisten nötig. Eine auf Link-Zählung (wie technorati) beruhende fand ich immer daneben. Ist wie das Presseclippings-Zählen. Über die Leser kann man da noch lange nichts sagen. Diese Top-Liste finde ich noch einen Zacken schärfer, weil hier die Vernetzung innerhalb der blogszene gezählt wird.

Jedes blog hat Kommunikationsziele - selbst myblog-Teenie blogs. Viele blogs, die sich aktiv in der "Szene" bewegen haben eben das Ziel ein möglichts gutes Standing in der blogszene zu erreichen. Dafür ist die Kuschelliste ein gutes Mass. Und die Top-Listen von Blogcounter/blogscharts halten nur diese blogs als Klammer zusammen, die dieses Kommunikationsziel haben.

Habe ich auch kein Problem damit. Nur darf man diese Rankings nicht mit "Impact" verwechseln.

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Hier z.B. ein Impactchen (vorletzter Absatz) ohne Rankingrelevanz :-)

via

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Gratulation zu dem Impactchen. Das meinte ich. Über meine visits kann ich auch nicht mehr klagen. Es geht aufwärts und ich bin sicher, dass das nicht an anderen bloggern liegt.

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