Mittwoch, 1. August 2007

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Boos der Woche
Booshaft zu Vanity Fair (BOOSHAFT)


SchülerVZ: Pornos und rechtes Gedankengut (BOO)
Ob MySpace, Second Life oder StudiVZ: Pornoindustrie und Nazis lieben das Web 2.0.

Jobkiller der Woche: Pawlowsche Presse (BOO)
Der Verkauf der Siemens-Handysparte an BenQ gilt als schwerer Managementfehler, denn er kostete letztlich 2500 Jobs. Der Verkauf von Siemens VDO an Continental wird in der Wirtschaftspresse gefeiert. Er könnte 7000 Jobs kosten. Der spontane Hurra-Reflex funktioniert trotzdem.

Der Löwe brüllt nicht mehr... (FINAL)
Der vom Staatsanwalt angeklagte Geschäftsführer macht die Bude in kampfkapitalistischer Weise dicht und schert sich einen Dreck um seine Mitarbeiter...

Bio-Supermarkt basic wird zur Lidl-Filiale (BOO)
Zunächst klingt alles ganz harmlos: “Die basic AG, München und die Schwarz-Gruppe Neckarsulm, habe eine strategische Partnerschaft geschlossen …” beginnt eine Pressemitteilung des Bio-Supermarkts Basic. Doch hinter der Schwarz-Gruppe steckt niemand anderes als der Betreiber von Kaufland und Lidl - bekannt für seine rüden Methoden den eigenen Mitarbeitern und Lieferanten gegenüber. Die permanente Untergrabung von Arbeitnehmerrechten bei Lidl war der Gewerkschaft ver.di sogar ein eigenes “Schwarzbuch Lidl” und Attack eine eigene Kampagne wert.

Intershop: Break-Even-Verschiebung, die Y-te (BOO)
Man könnte sagen, "sie bessern sich". Jedenfalls was die Dauer des Beharrens auf angeblichen Positiv-Prognosen angeht. Denn kommt die Gewinnwarnung sonst traditionell erst im Oktober, ist's heuer schon im Juli soweit.

Update: Siemens-VDO geht an Conti (BOO)
Es ist offiziell - die Automobilzuliefer-Sparte von Siemens geht an die Konkurrenz von Conti; der Deal, über den wir noch neulich spekulierten, ist perfekt. Und nicht der Heuschreck aus Ammi-Land, die norddeutsche Konkurrenz hat das Rennen gemacht. Doch das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht.

BenQ: Taiwan soll büßen! (BOO)
Daß der BenQ Mobile-Insolvenzverwalter Martin Prager manchmal ganz schön heftig sein kann, hatten wir schon mitgekriegt. Die Staatsanwaltschaft hatte bei ihm auch schon Akten beschlagnahmt, weil der Verdacht bestand, BenQ (ohne Mobile!) habe gegen Ende noch rasch die übriggebliebenen liquiden Mittel heim nach Taiwan geholt.

Bayerisches Finanzministerium: Auf der Com-Road? (BOO)
Einfacher, als die legendäre NE-Klitsche aus München, hat es das ansässige Finanzamt, um Umsatz zu generieren. Ob Bilanz oder Verteilungsschüssel, ein Bescheid genügt. Dazu liegt Boocompany nun die übersetzte Fassung eines Gespräches in der Tiefgarage des bayerischen Finanzministeriums vor, stattgefunden am 29. Dezember 2006:

Ich werde combots retten (INSIDER)
Da gibts für mich keinen Zweifel, keine Sekunde zögern. Ich weiß, wie Scheiße es Deutschlands erfolglosester Magabude geht. Dieses Elend schaue ich mir nicht mehr an. Ich bin bereit für diese Kooperation. Vor allen dann, wenn ich derart professionell dazu aufgefordert werde. Dieser SPAM ist ein stummer Schrei nach Liebe:

Salesforce: Kraftlos im Verkauf! (INSIDER)
Wie wir neulich bei Heise lesen konnten, 'kooperieren' jetzt Google und Salesforce, weil Google stärker in den Business-Bereich des Web 2.0 will - und Saleforce so tut, als hätten sie Web 2.0 fürs Business erfunden. Das behaupten zwar auch andere, die es genauso wenig erfunden haben, aber das ist in dem Kontext schon nicht mehr relevant. Jedenfalls hat Salesforce dieser Tage ein 'User-Meeting' in München abgehalten, mit der großspurigen Ankündigung, gemeinsame Marketingkonzepte von Google und Salesforce anzukündigen, aber das scheint eine seltene Blamage gewesen zu sein. Es war nicht drin, was drauf stand, und das, was drin war, taugte auch nichts.

Quimonda: Speicherchips in der Verlustzone (BOO)
Speicherchips sind bekanntlich das Warentermingeschäft des IT-Sektors, deshalb ist es vielleicht nicht gar so alarmierend, daß der zu Infineon gehörende Speicherchip-Hersteller Quimonda rote Zahlen schreibt. Wer weiß, im nächsten Quartal wollen die Leute vielleicht schon wieder Kaffee Speicherchips kaufen.

WestLB: Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser? (BOO)
UNDENDLICH! Der Vorstandschef der WestLB, Thomas Fischer, wird wohl morgen gnadenlos absaufen. Dann sitzt der Aufsichtsrat zusammen und wird darüber bestimmen, ob der guten Mann gehen muss und ob möglicherweise der gesamte Vorstand mit in die Tiefe gerissen wird. Es geht dabei um fehlgeschlagene Aktienspekulationen.

Arques schluckt auch Actebis (BOO)
Nach jahrelangem vergeblichen Versuchen einen Investor zu finden, ist der Otto-Konzern nun fündig geworden und bekommt die Kuh Actebis wenigstens von seinem Teil der Eisfläche.

Siemens VDO zwischen Konkurrenz und Heuschreck (BOO)
'Hacken wir uns noch einen Finger ab und verkaufen ihn an die Geier, dann haben wir eine Weile Ruhe' - nach dieser Methode scheint der Riesenkonzern Siemens seinen Wert halten zu wollen. Kostet der denkmalgerechte Unterhalt der Firmenzentrale am Wittelsbacherplatz wirklich so viel?

O2 baut Stellen ab (BOO)
Ohgott, ist das langweilig. Mobilfunkkonzern, neuer Chef, Kosten sparen, eisernen Besen, 15% Stellenabbau bla bla bla. Gähn! Diesmal heißt der Schuldige Jaime Smith und hat vor Kurzem O2 Deutschland als Chef übernommen.

Herzlich Willkommen bei der Spoerr-Show (Update) (INSIDER)
Eines muss man ihm lassen, er war gut vorbereitet und gefasst darauf, dass er auf die Mütze kriegen würde. Dass man recht agressiv schon in den ersten Worten auf die Diskussionen im Vorfeld einging, zeigte, wie angegriffen man war. Angeschlagen scheint Spoerr zu sein, denn sein Sieg wird nur zögerlich gefeiert. Man muss dennoch klar sagen. Es hätte schlimmer für ihn kommen können. Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung der freenet Hauptversammlung vom letzten Freitag:

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