Montag, 17. September 2007
Wo ist die Grenze?
lanu, 09:12h
Das ist mir zuviel für den frühen Montagmorgen.
Wann ist ein Outing dieser Art gerechtfertig? Wenn eine US-Senator gegen Schwule vorgeht, obwohl er selbst schwul ist? Oder würde es schon genügen, wenn der Senator nur dem "falschen" politischen Lager angehören würde?
Ist Mike Rogers besser als Rosa von Praunheim?
Wann ist ein Outing dieser Art gerechtfertig? Wenn eine US-Senator gegen Schwule vorgeht, obwohl er selbst schwul ist? Oder würde es schon genügen, wenn der Senator nur dem "falschen" politischen Lager angehören würde?
Ist Mike Rogers besser als Rosa von Praunheim?
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derherold,
Montag, 17. September 2007, 09:22
Das ist ein heikles Thema, bei dem man keine "rein gute" Lösung finden wird.
Ich bin bei Politikern, Journalisten für Outing - die Variante "ja, aber nur wenn er gegen XXX hetzt", hat den klitzekleinen Nachteil, daß in der Tat irgendwann nur noch das "richtige Lager" outen darf und dafür Beifall findet.
... zudem die Wirkung des Outing auch immer von dessen "Rezeption" -insbesondere via Medien- abhängt.
Ich bin bei Politikern, Journalisten für Outing - die Variante "ja, aber nur wenn er gegen XXX hetzt", hat den klitzekleinen Nachteil, daß in der Tat irgendwann nur noch das "richtige Lager" outen darf und dafür Beifall findet.
... zudem die Wirkung des Outing auch immer von dessen "Rezeption" -insbesondere via Medien- abhängt.
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:27
mir ist das thema zu heikel.
ich kenn den herrn rogers nicht, doch wenn ich mir einen publicitygeilen blogger in deutschland vorstelle, der spaß daran hat, sowas zu tun, dann wird mir übel und ich bekomme fast mitleid mit politikern und journalisten
ich kenn den herrn rogers nicht, doch wenn ich mir einen publicitygeilen blogger in deutschland vorstelle, der spaß daran hat, sowas zu tun, dann wird mir übel und ich bekomme fast mitleid mit politikern und journalisten
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:29
vielleicht bin ich bei dem thema zu empfindlich, doch ich kann mich mit dem gedanken nicht anfreunden, dass es ein positives outing gibt.
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:32
und der yasni outist muss sich jetzt nicht zu wort melden. der darf in seinem blog bleiben.
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ichichich,
Montag, 17. September 2007, 11:13
Wir tun dem Herrn furchtbar Unrecht! Ya$ni ist nämlich keine Outing-Maschine. Ya$ni ist eine Stalking-Maschine.
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leonard da quirm,
Montag, 17. September 2007, 13:11
und wieder... diese nette kumpelhafte schleimigelatinige abheutekannichdasauch anbiederung... iggittibah!
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zoee,
Montag, 17. September 2007, 09:39
denunzieren kann man nicht unter einem positiven deckmäntelchen. es ist und bleibt unsympathisch, das können auch die beweggründe nicht schönreden.
wo soll man da die grenze ziehen?
wo soll man da die grenze ziehen?
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:46
hmm, schmiergeldzahlungen o.ä. aufzudecken, wird von betroffenen auch oft als denunzierung bezeichnet.
whistleblower werden oft als nestbeschmutzer beschimpft.
heikles thema.
whistleblower werden oft als nestbeschmutzer beschimpft.
heikles thema.
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 09:46
guten morgen!
das niedlichste outing allerdings, war das eigenouting von siegfried & roy kürzlich. ich war SO überrascht!
das niedlichste outing allerdings, war das eigenouting von siegfried & roy kürzlich. ich war SO überrascht!
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:49
ich meine übrigens nicht nur die sexuelle orientierung.
was man als privat schützenswert hält, sollte auch geschützt werden. oder?
was man als privat schützenswert hält, sollte auch geschützt werden. oder?
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 09:54
klar, aber beim outen gehts doch schlechthin um macht. jemandens privatleben blank zu ziehen, bedeutet denjenigen schutzlos gemacht zu haben und angreifbar. extrem fies.
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lanu,
Montag, 17. September 2007, 09:58
kann das ehrlich sein?
"Mir ist es egal, ob jemand schwul ist", sagt Rogers. "Aber wenn jemand schwul ist und nach außen hin gegen Schwule hetzt, dann schreibe ich darüber."
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zoee,
Montag, 17. September 2007, 10:01
das sind ritterspiele. und so egal kann es ihm ja nicht sein, denn soweit ich das verstanden habe, outet er ja keine heimlichen milchtrinker, die offiziell veganer sind, sondern "nur" schwule politiker.
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 10:04
prinzipiell finde ich schon. einen schwulen, der öffentlich gegen schwule hetzt, würde ich als mißstand bezeichnen und der wäre in meinen augen zu benennen.
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 10:17
rogers ist als schwuler ja selbst ein potentielles opfer von antischwulenhetze und man könnte sein outing auch als not oder gegenwehr betrachten.
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zoee,
Montag, 17. September 2007, 10:23
das ist natürlich ein punkt.
allerdings ist die art und weise, wie er das tut grenzwertig, meiner meinung nach. das ist nicht einfach "bescheid" sagen, das ist ausspionieren über wochen und monate hinweg die privatsphäre ausschnüffeln, die familie überwachen, zeugen suchen etc.
wie lanu schon sagte - heikel.
allerdings ist die art und weise, wie er das tut grenzwertig, meiner meinung nach. das ist nicht einfach "bescheid" sagen, das ist ausspionieren über wochen und monate hinweg die privatsphäre ausschnüffeln, die familie überwachen, zeugen suchen etc.
wie lanu schon sagte - heikel.
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 10:26
stimmt auch, aber wie anders kriegt man sowas raus? jahrelang im darkroom warten? ; )
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zoee,
Montag, 17. September 2007, 10:27
man geht einfach auf eine flughafentoilette und wartet! :)
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bellablog,
Montag, 17. September 2007, 10:30
schwieriges thema...grundsätzlich bin ich gegen outing aus machtgründen. in diesem fall weiß ich zu wenig, würde aber zu "okay" tendieren.
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realmadscientist,
Montag, 17. September 2007, 10:54
Mr. Rogers ist offensichtlich ein Mann mit einer Mission. Das stellt sich nicht die Frage nach "richtig" oder "falsch" - er muß.
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realmadscientist,
Montag, 17. September 2007, 11:44
Ich meinte: der Mann ist Überzeugungstäter. Sowas steckt in jedem und macht nicht immer sympathisch.
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